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Unabhängiger Journalismus – Der Infosperber

Unabhängigen Journalismus– gibt es so etwas überhaupt? In der einen oder anderen Art und Weise scheinen mittlerweile so gut wie alle gängigen Medien von wirtschaftlichen, politischen, weltanschaulichen oder religiösen Interessen abhängig und von einer riesigen PR Maschinerie beeinflusst zu sein, was leider zur Folge hat, dass die Meinungen der Konsumenten ganz gezielt in bestimmte Richtungen gelenkt werden können. Eine der wenigen Medienplattformen, die zumindest versucht, einen unabhängigen Journalismus zu fördern, ist der Infosperber. Hinter der Plattform Infosperber steht die schweizerische Stiftung zur Förderung unabhängiger Informationen, die nicht unter dem Druck von Einschaltquoten oder Leserzahlen steht und laut eigenen Angaben nicht käuflich ist, sondern sich durch Spenden interessierter Leser finanziert. Erklärtes Ziel des Infosperbers ist es, in ihrer Berichterstattung auch ungewöhnliche oder in anderen Medien vernachlässigte Perspektiven und Zusammenhänge darzustellen, die dominierenden Medien zu ergänzen und die Möglichkeiten einer unabhängigen Meinungsbildung der Leserschaft hierdurch zu fördern beziehungsweise überhaupt erst möglich zu machen. Die Themengebiete, mit denen der

Infosperber sich befasst, könnten kaum unterschiedlicher oder weit gefasster sein. Es kann hier um Persönlichkeiten oder berühmte Menschen wie es Papst Benedict eine ist, und deren Verhaltensweisen und Ansichten ebenso gehen, wie um Themen zur Gesundheit, beispielsweise den laufenden Diskussionen über Organspenden und den eventuell anstehenden Änderungen der rechtlichen Grundlagen, oder auch um Beiträge über Fernsehsendungen, wie zum Beispiel die Sternstunde und darüber, dass so eine schweigsame Sternstunde bisweilen sehr viel erleuchtender und informativer sein kann, als eine, in der permanent gequatscht wird. Politisch und gesellschaftlich relevante Themen werden von mehreren auch mitunter ungewöhnlichen Seiten beleuchtet, was im sonstigen Einheitsbrei der gängigen Medien durchaus wohltuend wirken kann.