
Die Schlehe, auch
Schwarzdorn genannt, ist ein Strauch mit dornigen Zweigen und
wächst häufig an Waldrändern.
Seine kleinen, weißen Blüten erscheinen im Vorfrühling, noch bevor sich
die ersten Blätter an den Zweigen zeigen.
Die bläulich-schwarzen Steinfrüchte mit grünem Fleisch, deren Schalen
von einer grauweißen Schicht überzogen sind,
reifen erst im Spätherbst.
Sie sollten erst nach den ersten Frösten geerntet werden und sind roh
nicht genießbar.
Man kann aus ihnen jedoch Marmelade kochen, Wein bereiten oder das
folgende, ausgezeichnete Schlehen-Elixier herstellen.
Die Schlehe blüht im April-Mai.
Aus den Blüten lässt sich ein Tee bereiten, der als mildes Abführmittel
wirkt.
Dazu werden 0,5 g getrocknete Blüten mit kochendem Wasser übergossen. 10 Min.
ziehen lassen, abseihen.
Abends 1-2 Tassen trinken.
Zutaten:
500 g Schlehen
1 Flasche (0,7 l) Rotwein
1 Zimtstange
3 Gewürznelken
3 Sternanis
300 g Honig
1/2 l Kornbranntwein (38%)
Zubereitung:
Die Schlehen waschen, gut abtropfen lassen und im
Mörser zerstoßen oder im Mixer zerkleinern. Auch einen Teil der Kerne
zerstoßen, dadurch bekommt das Getränk ein feines Aroma.
Das Mus in ein Steingut- oder Porzellangefäß füllen, mit dem Rotwein
übergießen und die Gewürze dazu geben. Zugedeckt 3 Tage ziehen lassen.
Den Ansatz filtern, kurz aufkochen und anschließend etwas abkühlen
lassen.
Den Honig bei einer Temperatur von etwa 40° C einrühren, damit seine
Wirkstoffe erhalten bleiben.
Nach dem Abkühlen die Flüssigkeit mit dem Kornbranntwein vermischen, in
Flaschen füllen und gut verschließen. Kühl und dunkel lagern.
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Diese Fruchtpaste kann man
als Nachspeise mit Quark oder Frischkäse essen,
oder einfach pur als Süßigkeit naschen.
Als Früchte eignen sich dafür Schlehen, aber auch Wildpflaumen oder
Quitten.
Sie sollten nur ein kräftiges Aroma besitzen, damit der Geschmack durch
die lange Kochzeit nicht verloren geht.
Zutaten:
1,5 kg Schlehen (oder andere
Früchte)
300 ml Wasser
1 kg Zucker
grober Zucker zum Dekorieren
Zubereitung:
Die Früchte brauchen vor dem
Kochen nicht entsteint zu werden.
Man lässt sie so lange im Wasser köcheln, bis sie zerfallen. Dann werden sie
durch ein Sieb gestrichen
und mit dem Zucker zurück in den Topf gegeben. Unter häufigem Rühren zu einem
dicken Mus einkochen.
Weiter kräftig kochen lassen, bis sich die Fruchtmasse vom Topf löst.
Eine flache, hitzebeständige Form mit Öl ausstreichen, die Masse hineingeben
(ca. 3 - 4 cm hoch).
Glatt streichen und abkühlen lassen.
Die fest gewordene Fruchtpaste in kleine Quadrate schneiden und in grobem Zucker
wälzen.
In einem luftdicht verschlossenem Behälter kühl aufbewahren.
Zutaten:
1,2 kg Schlehen
3/8 l Rotwein
1/8 l Weinessig
je 100 g brauner Zucker und Zuckerrübensirup
3 Gewürznelken
1 Zimtstange
1 EL Senfkörner
1/2 TL Pfefferkörner
1/2 Vanilleschote
1 unbehandelte Orange
Zubereitung:
Die nach dem ersten Frost frisch
gepflückten Schlehen waschen und jede Frucht mehrmals mit einer Nadel einstechen.
Wein und Essig in einen großen Topf gießen, Zucker, Sirup, Gewürze, die abgeriebene Schale und den Saft der Orange zugeben und
alles etwa 4-5 Minuten kochen.
Die Schlehen portionsweise in die kochende Flüssigkeit geben, jede Portion 3-4 Minuten kochen, dann mit einem Schaumlöffel wieder herausholen und in gut verschließbare Gläser füllen. Den Sud mit den Gewürzen darüber gießen und die Gläser fest verschließen. So zubereitet, halten sich die Schlehen mindestens 4-5 Monate.
Zutaten:
450 g Schlehen
ca. 100 g Zucker ( je nach Geschmack )
einige blanchierte, leicht zerstoßene Mandeln
1 Flasche ( 0,7 l) Gin
Zubereitung:
Die Schlehen waschen und jede Frucht rundherum einstechen. Zusammen mit dem Zucker und den Mandeln in ein Glas schichten. Mit dem Gin übergießen, sodass die Früchte gut bedeckt sind. Das Glas fest verschießen, gut schütteln und mind. 3 Monate an einem kühlen, dunklen Ort stehen lassen. Hin und wieder gut durchschütteln. Durch ein sauberes Tuch in eine Flasche filtrieren, gut verschließen und kühl und dunkel aufbewahren.
Tipp:
Wird der Gin durch Wodka ersetzt, schmeckt der Likör noch fruchtiger und
reiner.