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Der Holunder (Sambucus nigra L.) ist in ganz Europa beheimatet.
Der baumartige Strauch wächst in Gärten, Hecken und Gebüschen, in Auwäldern.

In Europa galt er lange als heiliger Baum und als Sitz der Hausgötter, 
deshalb ist er auf Bauernhöfen noch oft vor dem Haus oder vor Ställen zu finden.
Kinder bastelten früher aus den dünnen Ästen Pfeil und Bogen, da diese sehr biegsam sind.

Er blüht von Mai bis Juli, die Blüten sind stark duftend.
Daraus bilden sich zunächst grüne, in der Reifezeit von September bis Oktober schwarzviolette Früchte.
Sie können nicht roh gegessen werden, eignen sich aber zur Herstellung von Marmeladen und Kompott.

In der Küche finden sowohl die frischen Blüten, als auch die Beeren Verwendung.
In der Volksmedizin kommen auch Blätter, Rinde und Wurzel zur Anwendung.

 

 

Holunder - Kücherl

Zutaten:

16- 20 Holunderblütendolden, frisch gepflückt
4 Eiweiß
125 g Puderzucker 
175 g Mehl
1 Pck. Vanillezucker 
1 Prise Salz 
4 Eigelb
1/2 I Milch

Zum Ausbacken: Öl oder Pflanzenfett

Zum Bestreuen: Zucker und Zimt

 

Zubereitung:

Die Blütendolden in kaltem Wasser abspülen. 
Das zu Schnee geschlagene Eiweiß mit dem Puderzucker vermischen und das gesiebte Mehl unterheben. 
Anschließend das mit Vanillezucker, Salz und Milch verquirlte Eigelb darunter ziehen. 
Reichlich Fett in einer Pfanne mit hohem Rand oder in einem breiteren Topf erhitzen, die Blütendolden 
am Stiel in den Teig tauchen und schwimmend 4-5 Minuten goldgelb ausbacken. 
Auf Küchenkrepp abtropfen lassen, die Stiele abschneiden; die Kücherl mit Zucker und Zimt bestreuen und servieren.  

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 Der Schönheitstipp der Kräuterhexe :

Holunderblütenwasser

Holunderblüten wurden ursprünglich zum Aufhellen und Glätten der Haut verwendet.
Dieses Gesichtswasser wird aus frischen Holunderblüten hergestellt.
Es wirkt beruhigend auf die Haut.

100 g Holunderblüten werden in einer Schüssel mit einem Stößel zerdrückt.
Mit 300 ml kochendem Wasser übergießen und einige Male durchrühren.
Stehen lassen, bis die Flüssigkeit abgekühlt ist, dann durch ein Sieb gießen.
Wenn es länger haltbar sein soll, 2 EL Eau de Cologne hinzufügen und in saubere Flaschen abfüllen.

 

 

Holundersirup

Zutaten:

 20 Holunderblütendolden
2,5 l Wasser
1 kg Zucker
3 TL Zitronensäure

Zubereitung:

Die Blüten waschen und von Insekten befreien. In ein großes Gefäß legen.
Das Wasser zum Kochen bringen und den Zucker zugeben, solange rühren, bis er sich gelöst hat.
Die Flüssigkeit über die Blütendolden gießen und die Zitronensäure einrühren.
Etwa 5 Tage stehen lassen, dann durch ein feines Sieb abgießen.
Noch einmal aufkochen und in saubere Flaschen füllen, gut verschließen.

Tipp: Schmeckt sehr gut mit Sekt aufgegossen.

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Holunderblüten - Gelee

Zutaten:

 ca. 25 - 30 Holunderblütendolden
1 l Apfelsaft
2 Zitronen oder Limetten
1 kg Gelierzucker

Zubereitung:

Die Blüten waschen und von Insekten befreien. In eine große Schüssel legen und mit Apfelsaft übergießen.
Mit Frischhaltfolie abdecken und mindestens 24 Std. ziehen lassen. Dann durch ein feines Tuch filtrieren.
Mit dem Saft der Zitronen oder Limetten zum Kochen bringen, den Zucker dazugeben.
4 - 5 Minuten sprudelnd kochen lassen.
Noch heiß in saubere Gläser abfüllen und fest verschließen.

 

Holunderblüten - Kaltschale

Zutaten:

2-3 große Holunderblüten
1 l Milch
Speisestärke, Zucker, Salz
2 Eier

 

Zubereitung:

Die Holunderdolden in der Milch erhitzen und einige Minuten kochen lassen, dann wieder entfernen.
1 EL aufgelöste Speisestärke, etwas Zucker und Salz in die Milch einrühren.
Die Eier trennen, die Eigelbe in die Suppe rühren. Die Eiweiße zu Schnee schlagen, mit einem Löffel Klößchen abstechen, auf die Suppe geben und im geschlossenen Topf stocken lassen.
Nun die Suppe erkalten lassen.

 

Rezepte mit Holunderbeeren

Bei der Verwendung von Holunderbeeren sollte man nur entstielte und vollreife Beeren auswählen, 
da alle grünen Teile des Strauches, besonders in rohem Zustand, giftig sind.

 

Holundermarmelade

 

Zutaten:

1 kg reife Holunderbeeren
600 g Gelierzucker
650 ml Wasser
1 TL Zitronensäure
1 TL Zimt

Zubereitung:

Die Holunderbeeren waschen, entstielen und weich kochen.
Durch ein Sieb passieren.
Wasser und Zucker zum Kochen bringen. Wenn der Zucker Blasen bildet, das Fruchtmus dazu geben.
Etwa 20 Minuten sprudelnd kochen.
Ist der Gelierpunkt erreicht (Gelierprobe), Zitronensäure und Zimt zufügen.
Sofort in Gläser füllen und noch heiß verschließen.

Tipp: Holunderbeeren lassen sich gut mit Äpfeln oder Birnen kombinieren. 
Man verwendet dann 600 g Holunderbeeren und 400 g kleingeschnittene Äpfel oder Birnen für die Marmelade.

Die Gelierprobe:

1. Möglichkeit: Man lässt einen Tropfen der heißen Masse auf einen Teller tropfen. 
Erstarrt er recht bald und bildet sich kein Wasserrand, ist genug gekocht worden. 
Ansonsten muss noch länger gekocht werden.
2. Möglichkeit: Einen Tropfen der heißen Marmelade in ein Glas mit kaltem Wasser tropfen.
Bleibt der Tropfen zusammenhängend, ist der Gelierpunkt erreicht, spritzt er aber auseinander,
muss länger gekocht werden.

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Holundersuppe

Zutaten:

750 g Holunderbeeren
1 EL Zitronensaft
2 EL Zucker
1 Apfel
200 ml Weißwein
1 EL Speisestärke
2 Scheiben geröstetes Weißbrot,
oder fertige Croutons
125 g Schmand

Zubereitung:

Die Beeren abzupfen, waschen und in einen Topf geben.
So viel Wasser dazu geben, bis sie gut bedeckt sind.
Etwa 30 Minuten dünsten, dann durch ein Sieb in einen anderen Topf abgießen.
Die Beeren durch das Sieb passieren. Zitronensaft und Zucker dazu geben.
Den Apfel schälen und in dünne Schnitze schneiden. In die Suppe geben und darin weich kochen.
Den Weißwein zugeben und die Speisestärke einrühren. Noch ca. 5 Min. köcheln lassen, dann den Schmand einrühren.
Heiß servieren. Dazu die Croutons oder geröstete Weißbrotwürfel reichen.

Ebenfalls geeignet als Suppeneinlage sind Quarkklösschen.

 

 

Birnen in Holunder

Zutaten:

4 Birnen 
1/2 l Wasser 
250 g Zucker 
1 Vanilleschote 

100 g Holunderbeeren 
50 g Zucker 
2 EL Wasser 

Zum Garnieren: Pfefferminzblätter 
pro Portion 1 Kugel Vanilleeis 
Schokoraspel

Zubereitung:

Die Birnen schälen, halbieren und entkernen.
Wasser, Zucker und Vanilleschote zum Kochen bringen, die Birnen hineinlegen und ca. 10 Min. garen.
Für die Holundersauce die Beeren (gewaschen und ohne Stiele)
mit 50 g Zucker und 2 EL Wasser ebenfalls ca. 10 Min. weich kochen. Dann durch ein feines Sieb passieren.
Die Sauce auf Tellern verteilen, mit jeweils zwei Birnenhälften und einer Kugel Vanilleeis anrichten.
Mit Schokostreusel und Pfefferminzblättchen garnieren.

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